Nils Heininger

Nils Heininger

Freier Redakteur
mail icon nh@drivers-check.de

Datenschutz-Vergleich bei der Führerscheinkontrolle: Manche Methoden sind bedenklich

Die Führerscheinkontrolle muss datenschutzkonform ablaufen – aber tut sie das auch immer? In diesem Beitrag widmen wir uns dem Umgang mit Daten bei der Führerscheinkontrolle. Im Rahmen der Halterhaftung ist die Führerscheinkontrolle zwar rechtlich vorgeschrieben, doch gerade bei der Ausgestaltung des Kontrollprozesses ist der Datenschutz höchst relevant. In diesem Vergleich arbeiten wir heraus, welche Methoden der Führerscheinkontrolle Ihnen als FuhrparkmanagerIn rechtlich den Rücken stärkt – und gleichzeitig in der Praxis für wenig Arbeitsaufwand sorgen. Informationen zur DSGVO und dem Datenschutz im Fuhrpark finden Sie im ersten Teil unserer Beitragsserie.
11. April 2022

|

Nils Heininger

|

Doppel Pfeil Rechts

Auf einen Blick

Welche Rolle spielt Datenschutz bei der Führerscheinkontrolle?

Bei der Führerscheinkontrolle werden in jedem Fall Daten erhoben, um Kontrollen nachträglich nachweisen zu können. Nach DSGVO greifen bei der Erhebung und Verarbeitung von Daten jedoch verschiedene Pflichten des Arbeitgebers und Rechte des Arbeitnehmers.

Wodurch zeichnet sich eine datenschutzkonforme Führerscheinkontrolle aus?

Die Anforderungen des Datenschutzes sind hoch. Bei der Führerscheinkontrolle unterscheiden sich die Kontrollmethoden hier vor allem in der ungewünschten Erhebung von Bilddaten und der sicheren Verwahrung von Kontrolldaten.

Welche Kontrollmethoden bieten optimalen Datenschutz?

Generell sind die meisten Methoden der elektronischen Führerscheinkontrolle datenschutzkonform, sofern sie auf die Erhebung unnötiger Daten verzichten und die Kontrolldaten der MitarbeiterInnen verschlüsselt auf sicheren Servern speichern. Die optische Erkennung von DriversCheck, sowie Siegelkontrollen oder gewisse VideoIdent-Verfahren gehören dazu.

Text

Was bedeutet Datenschutz bei der Führerscheinkontrolle?

Gesetzlich ist es vorgeschrieben, regelmäßig die Führerscheine aller FahrerInnen im Unternehmen zu kontrollieren. Dies gilt nicht nur für berufliche KraftfahrerInnen, sondern auch für alle Angestellten mit eigenen Dienstwagen oder Zugriff auf Poolfahrzeuge

„Regelmäßig“ bedeutet nach allgemeiner Auffassung von Rechtsexperten die zweimal jährliche Kontrolle der Führerscheine. Gerade in großen Fuhrparks ist die Führerscheinkontrolle daher ein wichtiger Prozess, bei dem wöchentlich oder täglich eine Menge von Daten anfallen. Rechtlich unsichere Verfahren zur Führerscheinkontrolle schweben dementsprechend wie ein Damoklesschwert über dem Fuhrparkbüro. Doch das muss nicht sein.

Generell gilt es, die betroffenen MitarbeiterInnen im Vorfeld über die Verwendung ihrer Daten für die betrieblichen Zwecke aufzuklären und ihre Erlaubnis einzuholen. Die Daten dürfen nicht zweckentfremdet verwendet werden und müssen vor dem Zugriff von Dritten geschützt werden.

Außerdem müssen alle Daten nach dem Minimalprinzip erhoben werden. Das heißt, dass nur die Daten aufgenommen werden, die wirklich nötig sind. Gerade bei der Führerscheinkontrolle macht die Befolgung dieses Prinzips zwischen verschiedenen Kontrollmethoden einen großen rechtlichen Unterschied.

Datenschutz bei unterschiedlichen Kontrollmethoden

Die Führerscheinkontrolle im Unternehmen kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Sie unterbricht die MitarbeiterInnen bei der Arbeit und verursacht im Fuhrparkbüro, gerade wenn es zeitweise ohnehin etwas hektischer zugeht, eine Menge Stress. In einem Vergleich haben wir bereits ausführlich verschiedene Kontrollmethoden vorgestellt und nach den wichtigsten Kriterien untersucht.

Hinsichtlich des Datenschutzes lohnt sich jedoch ein expliziter Blick durch die juristische Brille auf die unterschiedlichen Kontrollmethoden.

Software und Methoden im Vergleich


Für die Gestaltung der elektronischen Führerscheinkontrolle bieten sich viele verschiedene Kontrollmethoden an. Die Anforderungen an die Software sind rechtlicher und praktischer Natur. In diesem Beitrag lernen sie die Unterschiede der Kontrollmethoden kennen – sowie die beste Lösung für Ihren Fuhrpark.

Manuelle Führerscheinkontrolle gefährdet Übersicht

Zu der wohl unpraktischsten Kontrollmethode gehört zweifelsohne die manuelle Führerscheinkontrolle, bei der das autorisierte Fuhrparkpersonal die Führerscheine per Sichtkontrolle prüft. Neben der fehlenden zeitlichen Flexibilität und Ortsunabhängigkeit sowie der Fehleranfälligkeit dieser Methode, kann es hier schnell zu Fahrlässigkeit beim Datenschutz kommen.

Um die regelmäßige Führerscheinkontrolle nachzuweisen, setzen viele Fuhrparkbeauftragte auf Kopien des Führerscheins, zumindest bei deren Erstkontrolle. Bilddaten, Adressdaten und andere sensible Daten wandern dabei unnötigerweise mit in die Dokumentationsordner. Ein Vorgang, der sich nicht am Minimalprinzip orientiert.

Und auch der Aufbewahrungsort selbst ist ein Problem. Rechtlich gesehen müssen die Aktenschränke mit persönlichen Daten der MitarbeiterInnen für unbefugte unzugänglich sein. In vielen Büros bedeutet das: Schmucklose Aktenschränke, die viel Platz wegnehmen.

Unsere Empfehlung: Sparen Sie sich den Aufwand und den Raum. Mit der elektronischen Führerscheinkontrolle benötigen sie keine Dokumentationsordner mehr.

Bildkontrolle per Foto ist rechtlich bedenklich

Doch nicht alle elektronischen Kontrollmethoden funktionieren gleich. Bei der Bildkontrolle senden Ihre MitarbeiterInnen über eine App ein Foto oder Video des Führerscheins in das Fuhrparkbüro oder an einen Drittanbieter. Die Empfänger kontrollieren den Führerschein anschließend und bestätigen die erfolgreiche Kontrolle.

Abgesehen von Problemen der Fälschungssicherheit gibt es bei diesem Prozess gleich mehrere potenzielle Konfrontationen mit dem Datenschutz. Zunächst bedeutet das Aufnehmen und Versenden von Bild- oder Videodaten, ähnlich wie bei einer Kopie des Führerscheins, eine Datenerhebung von für den eigentlichen Kontrollprozess irrelevanten Daten.

Noch schwerer wiegt jedoch das Problem der sicheren Verwahrung. Um die Fuhrparkverantwortlichen von der Aufgabe der Führerscheinkontrolle zu befreien, werden externe Dienstleister mit der Kontrolle der Bild- oder Videodaten beauftragt. Damit gibt das Unternehmen die Garantie für die datenschutzkonforme Behandlung der Daten aus der Hand.

Eine Löschung der Daten auf Anfrage der Mitarbeiter, wie sie häufig bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses stattfindet, ist bei dieser Methode nicht mehr leicht überprüf- und nachweisbar. Gerade wenn ein Rechtsstreit vorliegt, macht sich der Arbeitgeber hier gegebenenfalls angreifbar.

VideoIdent Kontrollen müssen Datenschutz beachten

Anders steht es um die Kontrolle per VideoIdent-Verfahren – sofern sie datenschutztechnisch durchdacht gestaltet ist. Den Unterschied macht die Erhebung der Daten und der Ort, an dem Sie gespeichert werden.

VideoIdent-Kontrollen erfolgen über einen Video-Stream. Wird das Videogespräch nicht aufgezeichnet, fallen dabei keine Bild oder Videodaten an. Es reicht in diesem Rahmen vollends aus, wenn die externen MitarbeiterInnen die Führerscheine kontrollieren und dabei nur die relevanten Daten aus der Datenbank vergleichen. Ein gespeichertes Bild ist für die Kontrolle nicht nötig.

Die Datenbank mit den relevanten Führerscheindaten und den bestätigten Kontrollen sollte im Idealfall nicht bei dem Anbieter des VideoIdent-Verfahrens liegen, sondern beim Anbieter der elektronischen Kontrollsoftware. Dieser steht somit dem Unternehmen für Fragen des Datenschutzes als direkter Ansprechpartner zur Verfügung.

Eine vollautomatische Kontrolle vermeidet Daten von vorneherein

Noch besser wäre hingegen eine orts- und zeitunabhängige Kontrollmethode, bei der gar keine Dritten involviert sind und nur der Fahrer oder die Fahrerin den eigenen Führerschein zu sehen bekommt. Und die gibt es sogar: DriversCheck bietet als einziger Anbieter auf dem Markt die elektronische Kontrolle des Führerscheins per Smartphone-Kamera an.

Hierbei werden kein Bilddaten erhoben oder gar versendet. Wie ein menschlicher Kontrolleur untersucht die Software von DriversCheck den Führerschein über die Kamera hinsichtlich der Sicherheitsmerkmale und erkennt die Echtheit des Dokuments fälschungssicher. Die erfolgte Kontrolle wird über eine verschlüsselte Verbindung mit einem gesicherten Server in Deutschland bestätigt. Dabei erfasst DriversCheck nicht die gesamten persönlichen Daten des Führerscheins, sondern lediglich die Führerscheinnummer als Prüfmerkmal. Minimaler geht’s nicht.

Siegelkontrolle ist Datenschutztechnisch sicher

Neben der optischen Abtastung der Sicherheitsmerkmale gibt es noch eine weitere Kontrollmethode, die sich konsequent am Minimalprinzip orientiert: Die Siegelkontrolle.

Bei der Siegelkontrolle kleben die Fuhrparkverantwortlichen einen kopiergeschützten Code auf den Führerschein. Das kann in Form eines RFID-Chips geschehen, der jedoch für die Kontrolle an bestimmte Kontrollstationen gebunden ist, oder in Form von QR-Codes, welche die FahrerInnen mit dem Smartphone jederzeit und überall einscannen können.

Bei dieser Kontrollmethode findet ebenfalls nur der nötigste Datenverkehr statt. Lediglich das Aufbringen des Siegels ist ein zusätzlicher Arbeitsschritt, der jedoch durch den Einsatz eines VideoIdent-Anbieters ebenfalls vom Fuhrparkpersonal ausgelagert werden kann.

Aufgrund der rechtlichen Sicherheit und der Möglichkeit zur orts- und zeitunabhängigen Kontrolle bietet DriversCheck diese Methode für Führerscheine an, die sich nicht über die optische Abtastung der Sicherheitsmerkmale überprüfen lassen. Das sind vor allem ältere und ausländische Führerscheine.

Datenschutz wird bei DriversCheck großgeschrieben

Sicherheit und Datenschutz bilden bei DriversCheck einen festen Rahmen, innerhalb welchem wir unsere digitalen Produkte entwickeln. DriversCheck sorgt dadurch nicht nur organisatorisch im Fuhrpark für Sicherheit, sondern beseitigt auch die datenschutztechnischen Defizite der manuellen Führerscheinkontrolle.

Durch den Einsatz unserer modernen und einzigartigen Software finden FuhrparkmanagerInnen in DriversCheck die Antwort auf alle Fragen des Datenschutzes bei der Führerscheinkontrolle. Nicht umsonst ist DriversCheck auch bei Konzernen mit großer Belegschaft sehr beliebt. Regelmäßig hält unsere Software selbst der genauen Kontrolle von Betriebsräten in großen Konzernen stand, schließlich dient unsere Technik auch der Entlastung und dem Schutz der Belegschaft.

Wie genau DriversCheck Daten vermeidet, verwertet und sicher speichert, wird Teil unseres nächsten Artikels zur Beitragsserie Datenschutz.

Logo DriversCheck

Führerscheinkontrolle


Holen Sie sich die Technologie der Zukunft in Ihren Fuhrpark und fahren Sie unnötigem Aufwand davon. Mit unserer elektronischen Führerscheinkontrolle vermeiden Sie umständliche, kostenintensive Prozesse und gewinnen Zeit für das Wesentliche.

Logo DriversCheckFührerscheinkontrolle


Sichern Sie sich noch heute die elektronische Führerscheinkontrolle von morgen! Mit DriversCheck sind Sie immer auf der sicheren Seite.

        NEU: VideoIdent


Starten Sie noch heute mit der einzigartigen Ersterfassung vom Marktführer der elektronischen Führerscheinkontrolle.

Logo DriversCheckNewsletter


Mit dem DriversCheck Newsletter bleiben Sie beim Thema Halterhaftung auf dem Laufenden und profitieren von exklusiven Rabatten und Fachwissen.

Sie haben weitere Fragen zum Thema?

Wir freuen uns über Ihren Beitrag zum Thema. Egal ob Rückfrage, Ergänzung oder Kommentar – unser Marketing Team freut sich über Ihre Nachricht. Sie möchten über neuen Beiträge zum Thema Führerscheinkontrolle, Halterhaftung und DriversCheck informiert werden? Dann folge Sie uns auf LinkedIn oder über unseren Newsletter.