Fahrzeugprüfung mit wenig Aufwand: UVV in Bestzeit organisieren

Der Dienstwagen ist für viele FahrerInnen Arbeitsmittel und Arbeitsplatz zugleich. Deshalb gibt es erhöhte Ansprüche an die Fahrzeuge des Unternehmens. Nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern auch die Betriebssicherheit, müssen geprüft werden. Hier erfahren Sie, wie die Fahrzeugprüfung nach UVV möglichst geschmeidig abläuft.
1. Oktober 2020

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Nils Heininger

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Warum ist die UVV Fahrzeugprüfung verpflichtend?

Als Teil der Halterverantwortung muss die Fuhrparkleitung die Betriebssicherheit des Fuhrparks gewährleisten. Neben den für jeden PKW geltenden Bestimmungen zur Hauptuntersuchung sowie der täglichen Fahrzeugkontrolle bedeutet das im Unternehmen die jährliche Fahrzeugprüfung im Sinne der UVV.

Die UVV-Fahrzeugprüfung ist eine Vorgabe der Berufsgenossenschaften. Sie ist im § 57 der DGUV Vorschrift 70 vorgeschrieben. Obwohl die DGUV von den Bundesgenossenschaften erstellt werden, sind sie genauso rechtsbindend wie ein herkömmliches Gesetz. Eine Missachtung der Vorschriften kann zweierlei Folgen haben: Einerseits können Versicherungen im Schadensfall ihre Leistungen verweigern, andererseits drohen selbst ohne Unfall rechtliche Konsequenzen. Bei Nichteinhaltung der UVV sind mitunter hohe Bußgelder durch den Gesetzgeber vorgesehen.

Warum gibt es die UVV Fahrzeugprüfung?

Hauptuntersuchung, tägliche Überprüfungen und letztlich noch die UVV? Eine weitere Kontrolle der Betriebsfahrzeuge stößt oft auf verständnisloses Kopfschütteln. Obgleich es zwar auf den ersten Blick wie Haarspalterei erscheinen mag, erfüllt die UVV Fahrzeugprüfung einen besonderen Zweck: die Sicherung der Betriebssicherheit. In Ergänzung zur Hauptuntersuchung, welche hauptsächlich die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs untersucht, ist die UVV Fahrzeugprüfung somit ein Teil des Arbeitsschutzes. Generell eine gute Sache, denn es geht um die Sicherheit Ihrer MitarbeiterInnen und Dritter.

Betriebsfahrzeuge werden schließlich oft anders beansprucht als der herkömmliche Privat-PKW. Die Fahrzeuge sind oft länger im Betrieb und werden im Falle von Poolfahrzeugen sogar von verschiedenen FahrerInnen genutzt. Das hat zur Konsequenz, dass betriebsgefährdende Schäden den einzelnen NutzerInnen entgehen. Oft liest und hört man über Betriebsunfälle, welche sowohl durch die UVV Fahrzeugprüfung als auch durch die ordnungsgemäße Schulung der FahrerInnen hätten vermieden werden können. Demnach alles Gründe, die für eine regelmäßige UVV Fahrzeugprüfung sprechen.

Die optimale Abwicklung der UVV Fahrzeugprüfung

Ganz unabhängig davon, wie man die zusätzliche Fahrzeugprüfung nach UVV bewerten möchte: In Deutschland ist die regelmäßige Kontrolle Pflicht. Einmal jährlich muss jedes Fahrzeug des Unternehmens auf die Betriebssicherheit geprüft werden. So ist es gesetzlich vorgeschrieben und daran kann man nicht rütteln.

Dementsprechend gilt es zumindest den eigenen Organisationsaufwand so niedrig wie möglich zu halten. Am besten geschieht dies durch ein gutes Terminmanagement und festgelegte Zuständigkeiten. Vor allem softwaregestützte Erinnerungssysteme können dabei helfen.

Die Übersicht über alle Termine und deren Einhaltung an eine Person zu delegieren, führt nicht nur zu viel Stress, sondern auch zu Fehleranfälligkeiten. Gerade bei großen Fuhrparks muss die Fuhrparkleitung bei der manuellen Organisation der Termine ständig MitarbeiterInnen hinterhertelefonieren und den aktuellen Status der Vorgänge überprüfen. Im teilweise hektischen Fuhrparkalltag zwischen Schadensmeldungen, Versicherungsangelegenheiten und Instandhaltung der Fahrzeuge können solche Routineaufgaben schnell untergehen.

Eine Terminverwaltung, welche in bestehende Systeme wie zum Beispiel die elektronische Führerscheinkontrolle integriert ist, kann die Organisation der Fahrzeugprüfung nach UVV völlig unkompliziert übernehmen. Ohnehin sind hier alle FahrerInnen und Zuständige mit ihrer E-Mail-Adresse registriert.

Organisation und Dokumentation outsourcen

Sowohl für Poolfahrzeuge als auch für Dienstwagen können in einer Software zur Organisation der Fahrzeugprüfung die jeweiligen zuständigen Personen angegeben werden. Einmal erfolgreich etabliert, ist ein solches System ein Selbstläufer: Die zuständigen Personen werden an die bevorstehende Fahrzeugprüfung erinnert und können mit der entsprechenden Werkstatt Kontakt aufnehmen.

Denn die Fahrzeugprüfung muss laut Vorschrift von einer sachkundigen Person durchgeführt werden. Obwohl dieser Begriff sehr weit gefasst ist, wenden die meisten Unternehmen sich an eine qualifizierte Kfz-Werkstatt. Dort ist in jedem Fall mit sachkundigem Personal zu rechnen, sodass selbst im Schadensfall kein Zweifel an der ordnungsgemäßen Durchführung der Fahrzeugprüfung besteht.

Darüber hinaus ist ein weiterer Grund für viele Unternehmen entscheidend. So besteht bei DriversCheck bspw. die Möglichkeit, Werkstätten über eine Schnittstelle direkt an das System anzubinden. Das bietet den Vorteil, dass die Prüfergebnisse augenblicklich digital registriert werden. Die Fuhrparkleitung wird weder in die Organisation noch in die Durchführung oder Dokumentation der Fahrzeugprüfung nach UVV aktiv einbezogen – und hat dennoch alle Informationen im Fall der Fälle mit wenigen Klicks parat.

Wer es noch eiliger hat, kann auch unsere mobile UVV nutzen. In diesem Fall müssen FahrerInnen mit ihren Fahrzeugen überhaupt keine Werkstatt aufsuchen. Eine fachkundige Person aus einer Partnerwerkstatt führt die Prüfung direkt am gewünschten Ort durch und hinterlegt diese im System. Diese Option bietet nicht nur Rechtskonformität und Revisionssicherheit, sondern maximiert auch die Flexibilität und Zeitersparnis.

Mit dem Zusatzmodul Fahrzeugprüfung UVV den Fuhrpark updaten

Dass die elektronische Führerscheinkontrolle mittlerweile in vielen Unternehmen gang und gäbe ist, hat viele Gründe. Neben der Kosteneffizienz des Systems und der rechtlichen Absicherung ist es vor allem das Angebot arbeitssparender Zusatzmodule, welches das System so attraktiv und flexibel macht.

Mit DriversCheck können Sie die wichtigsten Aspekte der Halterhaftung mit einer einzigen Software erledigen: Die halbjährliche Führerscheinkontrolle, die UVV Fahrzeugprüfung und die jährliche Fahrerunterweisung per web-based-learning. Der Vorteil des Systems ist dessen Effizienz und Flexibilität. Durch die ohnehin registrierten FahrerInnen und vergebenen Zuständigkeiten regelt das System alle organisatorischen Aufgaben von selbst und informiert die Fuhrparkleitung nur bei Fristüberschreitungen. Und selbst wenn die UVV Fahrzeugprüfung nicht in einer Partnerwerkstatt stattfindet, können die entsprechenden Prüfungsdokumente schnell hochgeladen und revisionssicher auf den geprüften Servern hinterlegt werden. Das System ist umfassend und dennoch simpel gestaltet, um der Fuhrparkleitung auf allen Ebenen Unterstützung zu bieten.

Das wird bei der Prüfung auf Betriebssicherheit geprüft

Steht mit der Fahrzeugprüfung nach UVV auch die Hauptuntersuchung des Fahrzeugs auf dem Programm, wird bei der Fahrzeugprüfung lediglich die Arbeitssicherheit überprüft. Ist die Hauptuntersuchung allerdings erst im nächsten Jahr fällig, wird das Fahrzeug bei der UVV-Prüfung auf Verkehrs- und Arbeitssicherheit geprüft.

Info

Das wird im Rahmen der Arbeitssicherheit geprüft:

  • Befestigung Sitzplätze (oder bei Spezialfahrzeugen Liegeplätze)
  • Trittflächen, Stufen, Haltegriffe
  • Schalter und andere Betätigungseinrichtungen
  • Sicherung gegen unbefugte Nutzung (Schlösser)
  • Ladungssicherung
  • Bewegliche Fahrzeugteile (Türen, Motoraube, Kofferraum)
  • Vorhandene Warnkleidung
  • Ersatzradunterbringung
  • Vorhandensein der Betriebsanleitung des Herstellers
  • Befestigung der Einbauten, wie Navigationsgerät
Info

Das wird im Rahmen der Verkehrssicherheit geprüft:

  • Befestigung Sitzplätze (oder bei Spezialfahrzeugen Liegeplätze)
  • Trittflächen, Stufen, Haltegriffe
  • Schalter und andere Betätigungseinrichtungen
  • Sicherung gegen unbefugte Nutzung (Schlösser)
  • Ladungssicherung
  • Bewegliche Fahrzeugteile (Türen, Motoraube, Kofferraum)
  • Vorhandene Warnkleidung
  • Ersatzradunterbringung
  • Vorhandensein der Betriebsanleitung des Herstellers
  • Befestigung der Einbauten, wie Navigationsgerät

Ein Blick auf das Fahrzeug im Vorfeld kann sich durchaus lohnen, damit offensichtliche Mängel (z.B. fehlende Warnkleidung oder Betriebsanleitung) schon vor der Prüfung beseitigt werden können. Dadurch lässt sich der Erhalt der UVV-Prüfplakette ohne Mängelschein erhöhen.

Die drei Säulen der Fahrzeugprüfung

Ohnehin gehört die Sichtprüfung fest zur Arbeitssicherheit im Fuhrpark. Artikel 36 der DGUV Vorschrift 70 nimmt FahrerInnen in die Pflicht, ein Firmenfahrzeug vor Fahrtantritt auf die Funktionstüchtigkeit zu überprüfen. Mängel und Schäden, welche während der Nutzung entstanden sind, müssen ebenfalls dokumentiert und an Halter sowie nachfolgende FahrerInnen weitergegeben werden.

Die Arbeitssicherheit der Fahrzeuge steht somit grundsätzlich auf drei Säulen: der zweijährlichen Hauptuntersuchung, der jährlichen UVV-Prüfung sowie der täglichen Prüfung vor Fahrtantritt durch die FahrerInnen. Weil keine dieser Säulen die anderen mit einschließen oder ersetzen kann, gilt es, den Überblick zu behalten und alle Kontrollen sorgfältig zu organisieren.

Digitale Lösungen erleichtern die Organisation der Fahrzeugprüfung

Mit dem Erweiterungs-Modul “UVV Fahrzeugprüfung” bietet DriversCheck Fuhrparkverantwortlichen eine praktische und rechtssichere Lösung, um den Ansprüchen der Halterverantwortung gerecht zu werden.

Die Software sichert Sie sich nicht nur rechtlich ab, sondern erleichtert Ihnen ebenfalls den Arbeitsalltag. Durch reduzierte Organisations- und Kommunikationsprozesse sparen Sie Arbeitszeit – und damit Kosten.

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Nils Heininger

Nils Heininger

Freier Redakteur
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