UVV Fahrerunterweisung für LKW und E-Fahrzeuge

Unterschiedliche Fahrzeuge stellen unterschiedliche Ansprüche an die Fahrerunterweisung. Aus diesem Grund bietet DriversCheck über das Zusatzmodul Fahrerunterweisung die Möglichkeit Ihre FahrerInnen für herkömmliche PKW, Elektrofahrzeuge und sogar LKW zu unterweisen.
27. August 2020

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Nils Heininger

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Was ist die UVV Fahrerunterweisung?

Damit MitarbeiterInnen mit Zugriff auf Dienstwagen, Poolfahrzeuge und andere Kraftfahrzeuge wie LKW abgesichert sind, müssen FuhrparkleiterInnen wichtige Maßnahmen ergreifen. Auf der einen Seite gehört dazu die regelmäßige Überprüfung der Fahrzeuge. Unterschieden wird zwischen der Sicherheit im Straßenverkehr und der Sicherheit im Betrieb. Während die Hauptuntersuchung die Verkehrstüchtigkeit der Fahrzeuge garantiert, wird bei der Fahrzeugprüfung nach Unfallverhütungsvorschriften (UVV) die Betriebssicherheit überprüft.

Eine ebenso wichtige Pflicht im Rahmen der Halterhaftung bildet die Fahrerunterweisung nach UVV. Mithilfe einer Einweisung in verschiedene Sicherheitsaspekte der Fahrzeugnutzung, soll ein ordnungsgemäßer Betrieb gewährleistet werden. Rechtlich wird die UVV Fahrerunterweisung über die verbindliche DGUV Vorschrift 70 geregelt, welche im weitesten Sinne das Arbeitsschutzrecht konkretisiert. So wird festgesetzt, dass die betreffenden MitarbeiterInnen die Unterweisung in jedem Fall einmal im Jahr durchlaufen müssen.

Fahrerunterweisung für LKW und Elektrofahrzeuge

Für das Wohl der MitarbeiterInnen – und ebenfalls für Dritte – werden in der Fahrerunterweisung verschiedene Gefahrenquellen, wie zum Beispiel die Ladung eines Kraftfahrzeugs, unter die Lupe genommen. Dabei fällt auf, dass sich die Gefahrenquellen je nach Fahrzeugtyp stark unterscheiden. Die Arbeit mit Elektrofahrzeugen setzt ein anderes Grundwissen voraus als das Beladen, Parken und Abkoppeln eines LKW mit 12-Tonners. Daher sollte sich die Fahrerunterweisung stets an der individuellen Gefährdungsbeurteilung im Fuhrpark ausrichten.

Diese unterschiedlichen Ansprüche an die Fahrerunterweisung müssen FuhrparkleiterInnen im Hinterkopf behalten, wenn sie die FahrerInnen einer speziellen Unterweisung zuteilen. Der Mitarbeiter im Außendienst mit eigenem Dienstfahrzeug muss nicht über dasselbe Wissen verfügen wie die Kraftfahrerin des Logistikunternehmens. Stattdessen sollte er eine auf den PKW ausgerichtete Unterweisung erhalten.

Die Vorteile von digitalem E-Learning

In der Regel ist es die sinnvollste Lösung, die Fahrerunterweisung an einen kompetenten Dienstleister auszulagern. Es gibt schließlich bessere Wege, ins Gespräch zu kommen als bei einem trockenen Präsenztermin zur Fahrerunterweisung. Darüber hinaus freuen sich MitarbeiterInnen über eine zeitgemäße Abhandlung der regelmäßig wiederkehrenden Pflicht. Besonders zeitlich und örtlich ungebundene Lösungen sind sehr beliebt.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Mit einem web-basierten Lernangebot bieten Sie die Möglichkeit einer eigenständigen und flexiblen Einteilung der Unterweisung – ganz im Sinne der modernen Arbeitswelt. Dank des Einsatzes von Smartphone, Tablet oder Laptop entscheiden Ihre FahrerInnen, wann sie wie viel Zeit in die Unterweisung investieren möchten. Das funktioniert in Häppchen serviert oder gleich an einem Stück. Animationen, Videos und kurze Tests zum Abschluss eines jeweiligen Abschnitts frischen die Lernerfahrung weiter auf.

Dekra FahrerunterweisungDie Fahrerunterweisung für LKW gliedert sich in mehrere Abschnitte.

Doch auch die Fuhrparkleitung profitiert von der Nutzung einer zeitgemäßen Lösung. So bleibt bspw. spürbar mehr Zeit für die wichtigen Aufgaben im Fuhrparkalltag. Durch die Auslagerung entfallen neben den Präsenzterminen auch die Vorbereitungszeit und die penible Dokumentation der Unterweisung – denn auch das übernimmt der Dienstleister.

Fahrerunterweisung bei DriversCheck

Neben der elektronischen Führerscheinkontrolle bietet DriversCheck zwei Zusatzmodule und weiter Leistungen an. So erhalten Fahrer und Fahrerinnen über das Modul „Fahrerunterweisung“ Zugriff digitale Lerninhalte, um die jährliche Fahrerunterweisung im Handumdrehen abzuschließen. Die Zusammenstellung der Inhalte haben dabei unsere Partner der DEKRA übernommen und in drei verschiedene Angebote gepackt:

Info

Inhalte unserer Fahrerunterweisung

Allgemeine Fahrerunterweisung PKW

Bei der „Allgemeinen Fahrerunterweisung PKW“ dreht sich alles um den Dienstwagen. Wichtige Themen wie die Ladungssicherung oder die Fahreignung werden hier behandelt. Vor allem das korrekte Verhalten bei Pannen und Unfällen ist vielen FahrerInnen meist nicht geläufig – denn zum Glück finden sich die meisten FahrerInnen nur selten in einer solchen Situation vor. Für die Sicherheit im Dienst- oder Poolfahrzeug ist eine Auffrischung jedoch mehr als sinnvoll. Die Unterweisung ist auf Deutsch, Englisch, Polnisch, Tschechisch und Französisch möglich und dauert 30 bis 40 Minuten.

Fahrerunterweisung für Elektrofahrzeuge

Bei der Unterweisung „Umgang mit Elektrofahrzeugen“ lernen Ihre FahrerInnen die Besonderheiten von batteriebetriebenen KFZ kennen. In etwa 40 Minuten werden mögliche Gefahrenquellen bei Elektrofahrzeugen erläutert und praktische Sicherheitshinweise hervorgehoben. Auf diese Weise wird das Wissen um die technischen Besonderheiten aufgefrischt, was auch dem Zustand des Fuhrparks zugutekommt. Die Unterweisung wird derzeit nur auf Deutsch angeboten.

Fahrerunterweisung für LKW

Für größere Geschütze bieten wir über die DEKRA die Allgemeine Fahrerunterweisung LKW an. Hier werden nicht nur der ordnungsgemäße Umgang mit der Ladung oder das Verhalten bei Pannen und Unfällen geklärt, sondern auch das Wissen über spezifische Ordnungswidrigkeiten erneuert. Die anerkannte Unterweisung dauert ebenfalls 30 bis 40 Minuten und ist auf Deutsch und Polnisch verfügbar.

Die Experten der DEKRA garantieren dabei, dass alle Unterweisungen die wichtigsten Sicherheitsaspekte des Fahrzeugbetriebs beinhalten. Nach erfolgreicher Teilnahme an der Onlineunterweisung erhalten die Absolventen ein rechtssicheres Teilnahmezertifikat.

Die online Fahrerunterweisung kostenlos testen

DriversCheck registriert nicht nur die Teilnahme, sondern dokumentiert die erfolgreiche Unterweisung revisionssicher – so behalten Sie stets den Überblick. Wie bei den anderen Modulen des Systems üblich, laufen sonst aufwendige Organisationsarbeiten komplett automatisch im Hintergrund ab. DriversCheck erinnert die FahrerInnen an anstehende Fristen und bezieht bei Überschreitung die Fuhrparkleitung aktiv in den Prozess ein.

Neugierig geworden? Überzeugen Sie sich doch persönlich von der Qualität unseres Zusatzmoduls Fahrerunterweisung. Wir stellen Ihnen gerne auf Anfrage einen unverbindlichen Testzugang zur Verfügung. Auch bei allen weiteren Fragen rund um das Thema Halterhaftung stehen wir Ihnen zur Seite.

Das wird bei der Prüfung auf Betriebssicherheit geprüft

Steht mit der Fahrzeugprüfung nach UVV auch die Hauptuntersuchung des Fahrzeugs auf dem Programm, wird bei der Fahrzeugprüfung lediglich die Arbeitssicherheit überprüft. Ist die Hauptuntersuchung allerdings erst im nächsten Jahr fällig, wird das Fahrzeug bei der UVV-Prüfung auf Verkehrs- und Arbeitssicherheit geprüft.

Info

Das wird im Rahmen der Arbeitssicherheit geprüft:

  • Befestigung Sitzplätze (oder bei Spezialfahrzeugen Liegeplätze)
  • Trittflächen, Stufen, Haltegriffe
  • Schalter und andere Betätigungseinrichtungen
  • Sicherung gegen unbefugte Nutzung (Schlösser)
  • Ladungssicherung
  • Bewegliche Fahrzeugteile (Türen, Motoraube, Kofferraum)
  • Vorhandene Warnkleidung
  • Ersatzradunterbringung
  • Vorhandensein der Betriebsanleitung des Herstellers
  • Befestigung der Einbauten, wie Navigationsgerät
Info

Das wird im Rahmen der Verkehrssicherheit geprüft:

  • Befestigung Sitzplätze (oder bei Spezialfahrzeugen Liegeplätze)
  • Trittflächen, Stufen, Haltegriffe
  • Schalter und andere Betätigungseinrichtungen
  • Sicherung gegen unbefugte Nutzung (Schlösser)
  • Ladungssicherung
  • Bewegliche Fahrzeugteile (Türen, Motoraube, Kofferraum)
  • Vorhandene Warnkleidung
  • Ersatzradunterbringung
  • Vorhandensein der Betriebsanleitung des Herstellers
  • Befestigung der Einbauten, wie Navigationsgerät

Ein Blick auf das Fahrzeug im Vorfeld kann sich durchaus lohnen, damit offensichtliche Mängel (z.B. fehlende Warnkleidung oder Betriebsanleitung) schon vor der Prüfung beseitigt werden können. Dadurch lässt sich der Erhalt der UVV-Prüfplakette ohne Mängelschein erhöhen.

Die drei Säulen der Fahrzeugprüfung

Ohnehin gehört die Sichtprüfung fest zur Arbeitssicherheit im Fuhrpark. Artikel 36 der DGUV Vorschrift 70 nimmt FahrerInnen in die Pflicht, ein Firmenfahrzeug vor Fahrtantritt auf die Funktionstüchtigkeit zu überprüfen. Mängel und Schäden, welche während der Nutzung entstanden sind, müssen ebenfalls dokumentiert und an Halter sowie nachfolgende FahrerInnen weitergegeben werden.

Die Arbeitssicherheit der Fahrzeuge steht somit grundsätzlich auf drei Säulen: der zweijährlichen Hauptuntersuchung, der jährlichen UVV-Prüfung sowie der täglichen Prüfung vor Fahrtantritt durch die FahrerInnen. Weil keine dieser Säulen die anderen mit einschließen oder ersetzen kann, gilt es, den Überblick zu behalten und alle Kontrollen sorgfältig zu organisieren.

Digitale Lösungen erleichtern die Organisation der Fahrzeugprüfung

Mit dem Erweiterungs-Modul “UVV Fahrzeugprüfung” bietet DriversCheck Fuhrparkverantwortlichen eine praktische und rechtssichere Lösung, um den Ansprüchen der Halterverantwortung gerecht zu werden.

Die Software sichert Sie sich nicht nur rechtlich ab, sondern erleichtert Ihnen ebenfalls den Arbeitsalltag. Durch reduzierte Organisations- und Kommunikationsprozesse sparen Sie Arbeitszeit – und damit Kosten.

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Nils Heininger

Nils Heininger

Freier Redakteur
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