Wartung statt Stillstand: Diese Arbeiten sollten regelmäßig durchgeführt werden
Zur Fahrzeugwartung gehören alle Arbeiten, welche die Sicherheit und Funktionstüchtigkeit prüfen und wiederherstellen. Regelmäßige Wartung sollte sowohl privat als auch im Fuhrparkmanagement fest eingeplant werden. Langfristig spart die auf Herz und Nieren geprüfte Flotte dem Unternehmen Kosten. Hier betrachten wir, welche Arbeiten nötig sind.
Auf einen Blick
Warum ist regelmäßige Fahrzeugwartung wichtig?
Regelmäßige Wartung stellt die Sicherheit und Funktionstüchtigkeit der Fahrzeuge sicher, reduziert ungeplante Ausfälle und hilft, größere Folgeschäden zu vermeiden. Gleichzeitig trägt sie zum Werterhalt der Fahrzeuge bei.
Ist Fahrzeugwartung Pflicht?
Die Wartung selbst ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, wird jedoch vom Hersteller empfohlen und ist in vielen Fällen Voraussetzung für Garantieansprüche.
Was gehört zur Fahrzeugwartung?
Zur Fahrzeugwartung zählen Inspektionen nach Herstellervorgaben, die Überprüfung von Verschleißteilen und Flüssigkeiten sowie Funktions- und Sichtprüfungen wichtiger Fahrzeugkomponenten.
Wartung ist essenziell für funktionierende Fuhrparks
Schon in der Fahrschule lernen FahrschülerInnen, wozu eine regelmäßige Fahrzeugwartung beitragen kann. Die richtigen Antworten in der Prüfung sind: das Sparen von Kraftstoff, geringere Emissionswerte und die Gewährleistung der Verkehrssicherheit.
Doch aus den Augen, aus dem Sinn: Die Wartung wird häufig vernachlässigt oder aufgeschoben – zumindest, wenn es sich nicht um einen Neuwagen mit frischem Serviceheft handelt. Dabei spart die Wartung in vielerlei Hinsicht Kosten – nicht nur durch den in der Fahrschule abgefragten geringeren Kraftstoffverbrauch.
UVV Fahrzeugprüfung
Minimiere den Organisations- und Dokumentationsaufwand bei der gesetzlichen UVV Fahrzeugprüfung – so bleibt Zeit für das Wesentliche.
Sparen durch Wartung: Weniger Ausfälle, höherer Werterhalt
Unter Wartung versteht man, ergänzend zur Reparatur, die präventive Überprüfung der Fahrzeuge, um sich anbahnenden Schäden und Problemen frühzeitig einen Riegel vorzuschieben.
Beim Leasing schreiben die meisten Leasinggeber die Wartungen entsprechend vertraglich vor. Doch auch mit Blick auf die Kosten im Fuhrpark sollte die Einhaltung der Wartungsintervalle selbstverständlich sein. Ein Fahrzeug, das nicht nutzbar ist, kostet das Unternehmen doppelt: einmal durch die nötigen Reparaturen und einmal durch den Arbeitszeitverlust. Besser ist es da, wenn kleine Mängel frühzeitig entdeckt und größere Folgeschäden verhindert werden können.
Nicht zuletzt sorgt ein lückenlos gefülltes Serviceheft für den Werterhalt der Fahrzeuge. Potenzielle Käufer können nachvollziehen, dass das Fahrzeug regelmäßig auf Mängel geprüft wurde und entsprechend in einem guten Zustand ist. Außerdem erkennen sie, dass der Fahrzeughalter gewissenhaft mit dem Fahrzeug umgegangen ist: ein weiterer Faktor für einen höheren Wiederverkaufswert.
Die Wartung erfolgt nach Angaben des Herstellers
Zur Wartung gehören große und kleine Inspektionen sowie die regelmäßige Überprüfung der Grundfunktionen und Flüssigkeitsstände. Das Serviceheft des Fahrzeugs gibt einen Aufschluss darauf, wann das Fahrzeug in der Werkstatt gewartet werden muss.
In den meisten Serviceheften finden sich Daten zur Inspektion nach der Nutzungsdauer oder der Laufleistung – je nachdem, welcher Fall zuerst eintritt. Die entsprechenden Intervalle wurden von den Fahrzeugherstellern als Empfehlung ausgearbeitet, um die Funktionstüchtigkeit des Fahrzeugs zu erhalten.
In modernen Fahrzeugen ist außerdem ein Inspektionsplan im System integriert – der Bordcomputer fordert die FahrerInnen per Signallampe oder Nachricht im Display auf, das Fahrzeug in die Wartung zu bringen.
Herstellergarantie nur bei Wartung
Zwar ist die Wartung nur eine Empfehlung und keine Vorschrift, doch die Nichteinhaltung des Wartungsplans hat eventuell weitreichende Folgen: Hätte ein Schaden am Fahrzeug durch die Einhaltung der Service-Intervalle frühzeitig entdeckt und behoben werden können, kann der Hersteller die Garantieleistung für diesen Schaden verweigern.
Die häufigsten Wartungsarbeiten bei einer Inspektion
Abhängig vom jeweiligen Service-Intervall empfehlen unterschiedliche Hersteller bestimmte Wartungsarbeiten. Die große Inspektion (in der Regel alle zwei Jahre oder nach ca. 30.000 km) beinhaltet die meisten dieser Arbeiten. Verschiedene Komponenten müssen jedoch zu unterschiedlichen Zeitpunkten gewartet werden und einige Überprüfungen sind erst spät im Leben eines Fahrzeugs nötig. Hier sind die meisten gängigen Wartungsarbeiten.
Folgende Flüssigkeiten werden auf korrekten Stand geprüft:
- Motoröl
- Kühlmittel/Frostschutz
- Bremsflüssigkeit
- Scheibenwischwasser
- Getriebeöl
Folgende Komponenten werden auf Funktion und Verschleiß überprüft:
- Beleuchtungsanlage
- Bremsen
- Lenkung
- Reifen
- Daten der Bordelektronik
- Airbags und Sicherheitsgurte
- Anzeigen im Cockpit
- Keil- und Zahnriemen
- Zündkerzen/Glühkerzen
- Luftfilter
- Kraftstofffilter
- Batterie
Diese Komponenten werden einer Sichtprüfung unterzogen:
- Motor
- Getriebe
- Kupplung
- Abgasanlage
- Fahrwerk
- Karosserie
DriversCheck Blog
Fahrerunterweisung nach UVV: Gründe, Regeln & Tipps
Die Fahrerunterweisung nach UVV ist eine jährliche Pflicht in Unternehmen mit Fuhrparks. Jedoch muss die Erfüllung der UVV nicht mit hohem Aufwand verbunden sein. Erfahre hier, worauf du achten musst, damit dir keine rechtlichen Konsequenzen drohen.
Fahrzeugwartung ist nicht Fahrzeugprüfung
Gerade im Fuhrpark kann es hinsichtlich der nötigen Werkstatttermine unübersichtlich werden. Denn nicht nur die Wartung, sondern auch die UVV Prüfung und die Haupt- und Abgasuntersuchung stehen regelmäßig an. Teile der Arbeiten bei den Prüfungen überschneiden sich, sie dienen jedoch einem unterschiedlichen Zweck.
| Inspektion | HU/HA | UVV Prüfung | |
| was wird geprüft? | Funktionstüchtigkeit / Instandhaltung | Verkehrssicherheit | Betriebssicherheit (Arbeitsschutz) |
| Pflicht? | Nur empfohlen, aber relevant für Garantie | Ja, für alle Kraftfahrzeuge im Straßenverkehr | Nur für dienstlich genutzte Fahrzeuge |
| Intervalle | Laut Serviceheft | PKW nach Erstzulassung 3 Jahre, anschließend 2 Jahre | Jährlich |
| Wer darf es durchführen | Kfz-Werkstatt | Anerkannte Prüfgesellschaften | Sachkundige Personen |
Gerade die UVV Prüfung wird häufig übersehen oder stiefmütterlich behandelt. Doch im Rahmen der Halterhaftung im Fuhrpark ist das Fuhrparkmanagement rechtlich verpflichtet, die Fahrzeuge auf Betriebssicherheit prüfen zu lassen.
Um die Organisation zu erleichtern und keinen Termin zu verpassen, bietet DriversCheck das Modul „UVV Fahrzeugprüfung“. Hier lassen sich Prüfungen revisionssicher dokumentieren und zeitsparend organisieren. Denn nicht nur die Durchführung, sondern auch die genaue Dokumentation der Prüfungen ist rechtlich relevant. Ansonsten drohen unter Umständen straf- und zivilrechtliche Konsequenzen.
Regelmäßige Kontrollen durch Fahrerinnen
Nicht immer werden Wartungsarbeiten nur im Rahmen der Inspektion durchgeführt. Auch wenn das Fahrzeug ohnehin gerade in der Werkstatt ist, wenn Warnleuchten aufleuchten oder bei Auffälligkeiten im Gebrauch wird das Fahrzeug meist routinemäßig untersucht.
Einige Kontrollen sollten sogar vor jedem Arbeitstag durch die FahrerInnen durchgeführt werden. Die Profiltiefe der Reifen, die Funktion der Beleuchtungsanlage sowie Bremsen und Lenkung können auch von Laien im Rahmen einer Fahrzeugprüfung vor Schichtbeginn überprüft werden.
Eine Checkliste für die Fahrzeugübergabe hilft, dass trotz wechselnden FahrerInnen keine Mängel unerkannt bleiben. Dadurch lassen sich Kosten senken und die Sicherheit der Mitarbeitenden erhöhen.
Kontakt: Weitere Fragen zum Thema?
Wir freuen uns über Deinen Beitrag zum Thema. Egal ob Rückfrage, Ergänzung oder Kommentar – unser Marketing Team freut sich über Deine Nachricht. Du möchtest über neue Beiträge zum Thema Führerscheinkontrolle, Halterhaftung und DriversCheck informiert werden? Dann folge uns auf LinkedIn oder über unseren Newsletter.
